Mittwoch, 9. Mai 2007

auf zu neuen Abenteuern - Salamaleikum DUBAI

Mon, 7 May 2007 23:38:09 +0200 (CEST)


Salamaleikum saldikis,

nach einer kleinen gediegenen Pause in good old Germany, etlichen Parties, einer lebenseinschneiden Erfahrung in Istanbul und etlichen Stress gegen Ende jeglicher Vorbereitung ist meine Wenigkeit mal wieder um den Globus gejetet, um die Welt weiterhin mit meiner Präsenz zu beglücken.

Mein Ziel diesmal ist keine geringere als die Stadt, wo das Geld der Welt gehortet wird >>>>> DUBAI

Und wie es von einem Globetrotter wie mir nicht anders zu erwarten sei, verliefen die ersten Tage alles andere als langweilig.

Allerdings war mein Weg bis hierher nicht gerade mit Federn gepflastert. Es fing schon damit an, dass mein Augenarzt des Vertrauens mir eine Woche vor Abflug diagnostizierte, dass meine frisch überstandene Augenoperation in Istanbul wohl nicht so zu seiner Zufriedenheit ausgegangen ist, wie er es erwartet hatte. Zwar seien meine Augen wieder auf 105% getuned worden, allerdings mit einer leichten sich anscheinend entzündeten Wunde im rechten Auge. Bei dieser Nachricht viel meine Motivation für die nächste lange Reise natürlich ins Bodenlose und die nächsten 3 Tage waren echt nicht lustig: verdunkelte Fenster, mit Sonnenbrille in der Wohnung rumlaufen und die Augen so wenig wie möglich belasten.

Am 4. Tag stellte sich dann allerdings durch einen anderen Arzt heraus, dann der Typ ne absolute Pfeife war und mir eine absolute Fehldiagnose gemacht hatte. Mein einziges Problem war lediglich, dass ich die in den Augentropfen enthaltenen Konservierungsstoffe nicht vertragen hatte und meine Augen deswegen ein wenig leiden mussten. Nachdem diesem Schwachkopf also der Marsch geblasen wurde, kam auch schon das nächste Leid angeschlichen, und zwar eine bakterielle Infektion der Atemwege, frisch eingeschleppt von meiner ehrenwerten Mutzen.

Da half nur noch ne anständige Portion Antibiotika (1000mg) und bis zum Morgen des Abflugtages war nicht 100%-ig klar, ob ich nun reisetauglich sei oder nicht.

Zum Glück war ich aber, denn ansonsten würdet Ihr jetzt diese Zeilen nicht von mir in Erfahrung bringen können.

Nachdem mich nun meine Eltern netterweise zum Flughafen gebracht hatten und meine Mutzen mal wieder sehr nahe am Wasser gebaut war ging es mit stolzen 65 Kg Übergepäck in Richtung Wüste – mit dabei mein Tauchgepäck, mein Bike, Labtop, ein fast explodierender Koffer + extra Trollie als 2 Handgepäck (wenn schon, denn schon!!!) Die gefürchtete Zuzahlung zwecks Übergepäck blieb dank Doppelbuchung über Air Berlin vollkommen aus und ich bestieg mit einem leichten Grinsen im Anschlussflughafen Düsseldorf den Flieger der EMIRATES mit dem Wissen, dass sie mir eigentlich noch knappe 250€ hätten abnehmen müssen…;-)

Tja Glück gehabt - kaum saß ich im Flieger stellte sich auch promt wieder das langersehnte Gefühl von Freiheit und Abenteuer ein.

Die Maschine war maximal zu 50% gebucht und so hatte ich gleich 5 Sitze zu meiner Verfügung und sämtliche Tromboseängste hatte noch nicht mal den Hauch einer Chance mich auf ein Dauermarathon im Flugzeug einzustellen. Selbst in der Economy hat man bei den Emirates übrigens seinen eigen Flatscreen mit Videos und Spielkonsolen und meine Wenigkeit musste natürlich gleich mal alles auf seine volle Funktionstüchtigkeit prüfen. Nach einer erfolgreichen oldschool-Partie Pac-Man wurde mir dann auch gleich der Menüvorschlag von einen der reizenden Stewardessen gereicht, die wirklich mit Abstand am besten gekleidet waren, seitdem ich zum ersten Mal einen Flieger betreten habe. Meine Englischkenntnisse waren sogar auch noch nicht gefragt da die ganze Crew auf insgesamt 11 Sprachen (!) kommunizierte (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Arabisch, Portugiesisch, Zuaheli, Italienisch, Japanisch, Koreanisch und last but not least Chinesisch)!!!

Gegen 5.36 Uhr morgens erblickte ich dann auf einen Rollfeld in der Wüste meine ersten Sonnenstrahlen in Dubai und das Quecksilber zeigte zu dieser eher unchristlichen Zeit schon beachtliche 27°C. Also ab durch die Passkontrolle, Visa geholt für die nächsten 2 Monate und ab in Richtung Ali Homes Appartements - meine bleibe für die nächsten paar Wochen. Leider wurde mein fast schon stürmisches Voranpreschen mit dem Verlust eines Gepäckstückes auf dem Weg hierher derbst abgebremst und so ging’s dann doch zuerst zur Gepäckmeldestelle. Die völlig übermüdeten Mitarbeiter verkündeten mir dann auch nach ein paar wenigen Klicks auf Ihren Desktops, dass mein komplette Tauchausrüstung samt Anzug und Abendgarderobe noch in Berlin verweilten und man sie offensichtlich einfach vergessen hatte ins Flugzeug zu verladen!!!

Eigentlich kam mir dieser Zwischenfall aber ganz gelegen, da mit meinem Bike und dem Koffer der Gepäckraum in meinem Mazda 6 sowieso das Ladelimit erreichte und ich leicht tiefergelegt den Flughafen bei voll laufender Klimaanlage verliess.

Jetzt begann das Abenteuer Großstadtwüste, bzw. wie findet man sich völlig übermüdet in einem fremden Land, in einer fremden Stadt während der beginnen Rushhour im Nirvana des Verkehrschaos wieder? Laut eigens angeschafften Stadtplan lag das Hotel nur knappe 10 km vom Flughafen entfernt – ich machte daraus locker 50km nach 2 Stunden des Findens und Fluchens griff ich nur noch völlig entnervt zum Telefon und bekam glücklicherweise gleich den Manger des Ladens ran, welcher dann auch so nett war und mich ins Ziel eskortierte.

Gegen 9.27 Uhr konnte ich dann endlich in mein Zimmer einchecken und mir eine wohlverdiente Dusche gönnen. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb mir allerdings nicht, da Max (der Manager) mir ne Viertelstunde später offenbarte, dass er die Miete + Kaution doch bitte cash haben wolle und Kreditkarten hier nicht funktionierten. So kam ich dann auch gleich in den Genuss meiner ersten kleinen Sightseeing-Tour durch das Getümmel meiner Nachbarschaft.

Als dann auch der Zaster geregelt war, meine Butze bezogen und eingerichtet war das nächste grosse Ziel mich mit Martin zu treffen, welcher schon seit fast 7 Monaten hier in Dubai Stellung bezogen hat und mittlerweile erfolgreich im Immobiliengeschäft tätig ist. Die dann folgenden Impressionen in dieser mitreisenden Metropole waren schlichtweg atemberaubend. Sobald wir den Staub der Arbeiterviertel hinter uns gelassen hatten, verlief der Weg vorbei an einer eindrucksvollen Küstenlandschaft, wobei im Hintergrund die Wolkenkratzer nur so protzten. Erster halt war gleich ein nettes Strandstück unweit vom 7******* Hotel Burj Al-Arab, welches sich wahrhaftig majestätisch in der Mittagsonne rekelte. Die ganzen Architektonischen Leckerbissen raubten mir förmlich den Verstand – es schien absolut keine Grenzen zu geben, weder in Punkto Höhe, Kosten noch Prunk bzw. Pracht.

Am Strand angekommen wurde erstmal das warme Meerwasser des arabischen Golfs angetestet und die erstbeste Palme unter Verschlag genommen. Martin erklärte mir die primären Vorgehensweisen, wie man in Dubai erfolgreich zu guten Jobs kommt und stellte mich im Laufe des Tages etlichen Freunden und Geschäftspartnern vor. Ich wurde so auch gleich zu einem späteren BBQ in den EMIRATE HILLS eingeladen (sehr angenehme Gegend) und konnte so gleich die ersten wichtigen Kontakte knüpfen, sowie Nummern von Head Huntern und job Providern. Sehr motivierend waren vor allem die Aussagen, dass ich mit meiner Berufserfahrung im Bereich Event Management keinerlei Probleme haben sollte hier eine Festanstellung zu bekommen und dass für kreative Europäer sowieso hier die Türen weit offen stehen.

Klang ja schon mal wirklich nicht schlecht – mal schau’n wie’s weitergeht!!!

Die erste Nacht auf meiner sehr harten Matratze verstrich wie Nutella auf Weisbrot und am nächsten Morgen wurde ich erst zum Frühstück eingeladen und dann ging’s gleich per Jeep ab an die Küste zum Kitesurfing und meine Wenigkeit musste natürlich ausgerechnet sein Cap sowie Sonnencreme im Appartement lassen. Kurzum fungierte dann also mein Hemd als improvisierter Kopfschutz und da es zufällig rot-kariert war viel ich bei den ganzen Arabern und Scheichs gar nicht wirklich auf.

Der eigentliche FLASH des Tages ereignete sich dann aber erst gegen abends, als ich spontanerweise auf ne halb illegale Geburtstagsparty im Media City Distrikt mitgeschleppt wurde. Diese fand dann auch gleich im 44 Stock auf’ Dach statt, die Getränke waren absolut völlig-for-free und die Tanzfläche befand sich auf dem Heliport. Ich glaube, ich hab im meinen Leben noch nie eine so abgefahrene Partylocation gesehen, wie an diesem Abends bzw. nächsten Morgengrauen. Von der Tanzfläche aus konnte man ganz Dubai sehen und die Lichtspektakel der Wolkenkratzer fügten sich nahtlos ein in die atemberaubende Skyline dieser pulsierenden Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Es ging dann noch weiter auf ein paar andere Partys und irgendwann gegen morgen fiel ich nur noch erschöpft aber stark beeindruckt auf die Couch des Heimkinos von Martin und träumte weiter von 1000 und einer Nacht – auf das sie sich auch für mich erfüllen würde – schau’n wa mal!

Soweit der erste Eindruck – ich hoffe, ich ist mir gelungen Euch ein wenig den Puls dieser Ausnahmestadt zu vermitteln und ich werde nichts unversucht lassen mir hier in Dubai meinen Traum von einen finanziellen unabhängigen Leben zu ermöglichen.

Jeder von Euch sollte diese Stadt wenigstens einmal erlebt haben, da ich Euch versprechen kann, dass Ihr so eine Superlative wie sie hier herrscht noch nie gesehen habt.

Freu mich auf Euere Statements!

En Shala

Stefan a.k.a. der Wüstentaucher a.k.a. der Überlebenskünstler

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

und weg isser. ging ja ganz schön schnell und du bist wieder ausgebüchst aus berlin.... aber endlich: du hast einen vernünftigen blog. soweit in kürze, schreib dir später mal ne ausführlichere mail...